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Was beinhaltet die moderne Osteopathie

Osteopathie

In der Osteopathie gibt es drei große Systeme, die craniosacrale, die viszerale und parietale Osteopathie.

1. Viszerale Osteopathie
2. Parietale Osteopathie
3. Cranio-sakrale Osteopathie

1. Die viszerale Osteopathie beschäftigt sich mit der Behandlung der Organe (viscera = Eingeweide) und Organsysteme. Begründer : J.P. Barral und Dr. Weisschenk

2. Die parietale Osteopathie beschäftigt sich mit dem
Muskel-Skelett-System.

3. Die cranio-sacrale Osteopathie beschäftigt sich mit dem
Zentralnervensystem und seinen 5 Anteilen und mit der Schädelsphäre.

"Osteopathische Leitsätze"

Insgesamt ist die Osteopathie ein in sich geschlossenes Medizinsystem, das den Prinzipien angewandter Anatomie, Physiologie und Pathologie folgt, nach den Prinzipen Dr. Still's:

1. Der Körper ist eine Einheit. Er ist immer als Ganzes an Gesundheit und Krankheit beteiligt

2. Aktivierung der Selbstheilungskräfte

3. Der Körper besitzt die Fähigkeit zur Selbstregulation

4. Struktur & Funktion sind gegenseitig miteinander verbunden

5. Flüssigkeiten spielen eine entscheidende Rolle für das Körpersystem

Die Osteopathie betrachtet die Ganzheitlichkeit eines jeden Menschen in seiner körperlich-seelischen-geistigen Einheit. Damit verbunden ist die ganz persönliche und individuelle Ausdrucksweise eines jeden Menschen in seinem Körper. Wir verkörpern sozusagen unsere Anlagen, die wir von unseren Eltern und deren Ahnen mitbekommen haben sowie unsere Erfahrungen mit der Umwelt.

"viscerale Osteopathie"
Behandlung der Eingeweide
In der visceralen Osteopathie werden die Organe direkt, sanft und oft mit schnellem Erfolg behandelt. Es wird dabei die Beweglichkeit der Organe zueinander getastet und behandelt. Verklebungen werden gelöst und gestaute Gewebe drainiert. Wichtig ist hier das Wissen um die Entwicklung des Embryos.

Aus der " embryonalen Entwicklungsbewegung" (Ascensus, Descensus) die jedes Organ vollzieht resultiert eine feine tastbare Bewegung des Organs. Diese Bewegung führt das Organ das ganze Leben immerfort aus.
Der osteopathische Behandler tastet (palpiert) diese feine Eigenbewegung und kann sich so ein Bild von der Gesundheit des jeweiligen Organs machen. Durch eine sanfte Förderung dieser Bewegung kann die Vitalität des Organs angeregt und die Selbstheilungskräfte können aktiviert werden.

"parietale Osteopathie"
Die parietale Osteopathie ist der Bereich osteopathischer Behandlung der sich mit den Faszien (Hüllgewebe) mit Muskeln, Knochen und Gelenken sowie der Wirbelsäule des Körpers befasst. Traditionell stellt die parietale Osteopathie die Basis osteopathischer Behandlung dar. Es werden verschiedene Behandlungstechniken verwendet um krankhafte Veränderungen des Muskel-Skelett-Systems zu finden und zu behandeln. Manche dieser Techniken benutzen die Muskelkraft des Patienten, andere bauen auf die Entspannung und auf den Dialog mit den Geweben auf, wieder andere wenden dosierte Impulse an ("kein Einrenken!!")


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